EnEV 2014 — Anfor­de­run­gen an den beheiz­ten WohnWintergarten

–Wär­me­schutz und solare Gewinne–

Die EnEV 2014 ist seit 1.5.2014 in Kraft (Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung Text, Lese­fas­sung). 

Wohn­win­ter­gar­ten mit moder­nen Pro­fi­len und hoch­wer­ti­ger Ver­gla­sung gem. EnEV 2014, Quelle: VIL

Der Win­ter­gar­ten — eine hoch­ef­fek­tive Solaranlage

Der Win­ter­gar­ten ist eine hoch­ef­fek­tive Solar­an­lage mit sola­ren Ener­gie­ge­win­nen im Kilowattstunden-Bereich, die in der Heiz­pe­riode den Brenn­stoff­be­darf für dieHei­zung die­ses und des angren­zen­den Rau­mes dras­tisch redu­zie­ren, ja z.T. sogar über­flüs­sig wer­den las­sen kann zu Zei­ten, in denen kom­pakte Räume noch eine Hei­zung brau­chen. Bei zu gerin­ger direk­ter Son­nen­ein­strah­lung oder zu gerin­gem Streu­licht braucht  der Win­ter­gar­ten aller­dings eine stär­kere Heiz­leis­tung als Kom­pakt­bau­ten wegen der auch heute noch bes­se­ren Wär­me­däm­mung mas­si­ver Wände und Dächer. Das ist in den Anfor­de­run­gen der EnEV 2014 nicht berück­sich­tigt. Die zeit­wei­lig höhere not­wen­dige Heiz­leis­tung im Wohn­win­ter­gar­ten bedeu­tet aller­dings nicht, dass in der Jah­res­summe eine höhere Heiz­en­er­gie benö­tigt wird, um behag­li­che Tem­pe­ra­tu­ren zu errei­chen. Selbst in der Über­gangs­zeit kön­nen im Monats­mit­tel solare Gewinne an die dahin­ter lie­gen­den Räume abge­ge­ben wer­den. Ein Ener­gie­puf­fer ist der Glas­an­bau auf jeden Fall, ob beheizt oder nicht. Sum­miert über die gesamte Heiz­pe­riode unter­schei­det sich der spe­zi­fi­sche Heiz­en­er­gie­ver­brauch eines beheiz­ten Gebäu­des mit ganz­jäh­rig genutz­tem Glas­vor­bau vom Heiz­en­er­gie­be­darf je m² Nutz­flä­che des glei­chen Gebäu­des ohne Glas­vor­bau je nach Geo­me­trie und Lage nur unwe­sent­lich vom spe­zi­fi­schen Heiz­en­er­gie­ver­brauch eines kom­pak­ten Wohn­rau­mes, wenn auch die erfor­der­li­chen Heiz­leis­tun­gen sich zeit­wei­lig sowohl nach unten als auch nach oben deut­lich unter­schei­den kön­nen. Diese Schwan­kun­gen der erfor­der­li­chen Heiz­leis­tung wer­den bewirkt sowohl durch die zeit­li­chen Schwan­kung der sola­ren Gewinne als auch das Feh­len von wär­me­spei­chern­den Mas­sen im Wintergarten.

EnEV 2014 — Anfor­de­run­gen an den Wohn­win­ter­gar­ten und den gering beheiz­ten Wintergarten:

Im Fol­gen­den skiz­zie­ren wir die in der EnEV 2014 gefor­derte ener­ge­ti­sche Mindest-Qualität von Win­ter­gär­ten 1. Unter Win­ter­gär­ten sind hier die durch Außen­bau­teile vom übri­gen Gebäude abge­trenn­ten geschlos­se­nen Glas­vor­bau­ten oder in Gebäu­de­lü­cken ein­ge­bau­ten Glas­kon­struk­tio­nen gemeint (siehe Defi­ni­tion Win­ter­gar­ten). Land­läu­fig wer­den mit­un­ter auch groß­zü­gig ver­glaste Teile eines Wohn­rau­mes als Win­ter­gar­ten bezeich­net. Bezüg­lich des ener­gie­spa­ren­den Wär­me­schut­zes sind diese in die Ener­gie­bi­lanz des Wohngebäudes/Wohnraumes einzubeziehen.

Die­ser Rat­ge­ber rich­tet sich an pri­vate Nut­zer. Nicht­wohn­ge­bäude, an denen Win­ter­gär­ten ohne­hin die Aus­nahme sind, wer­den des­halb hier nicht betrachtet.

Keine Anfor­de­run­gen wer­den in der EnEV 2014 gestellt an Wintergärten:

  • die nach ihrer Zweck­be­stim­mung nicht oder auf Innen­tem­pe­ra­tu­ren von weni­ger als 12 °C beheizt werden,
  • die weni­ger als vier Monate im Jahr unter Ein­satz von Ener­gie beheizt  wer­den oder
  • Win­ter­gär­ten an Gebäu­den die für eine begrenzte jähr­li­che Nut­zungs­dauer bestimmt sind, wenn der zu erwar­tende Ener­gie­ver­brauch weni­ger als 25 Pro­zent des zu erwar­ten­den Ener­gie­ver­brauchs bei ganz­jäh­ri­ger Nut­zung beträgt.

Die Anfor­de­run­gen aus den all­ge­mein aner­kann­ten Regeln der Tech­nik, ins­be­son­dere die Pflicht zur Ein­hal­tung des Min­dest­wär­me­schut­zes nach DIN 4108–2 wer­den davon nicht berührt.

frei ste­hen­der “klei­ner” Wintergarten:

Wer­den bei zu errich­ten­den klei­nen frei­ste­hen­den Win­ter­gär­ten (bis 50 m² zusam­men­hän­gen­der Nutz­flä­che) von den Außen­bau­tei­len die in Tabelle 1 (siehe unten) genann­ten Werte der Wär­me­durch­gangs­ko­ef­fi­zi­en­ten der Außen­bau­teile ein­ge­hal­ten, gel­ten die übri­gen Anfor­de­run­gen der EnEV 2014 an den Win­ter­gar­ten als erfüllt.

Win­ter­gar­ten als Ände­rung eines Bestands­ge­bäu­des, Erwei­te­rung oder Ausbau

Wird ein ther­misch abge­trenn­ter Win­ter­gar­ten als Ände­rung eines Bestands­ge­bäu­des, Erwei­te­rung oder Aus­bau errich­tet, gel­ten die Anfor­de­run­gen der EnEV 2014 als erfüllt, wenn die Außen­bau­teile des Win­ter

gs gar­tens die maxi­mal zuläs­si­gen Trans­mis­si­ons­wär­me­ver­luste aus Tabelle 1 nicht über­schrei­ten, solan

Bauantrag für Wintergarten und Terrassendach

    Bauantrag für Wintergarten und Terrassendach

      Bau­an­trag — Bau­ge­neh­mi­gung — Geneh­mi­gungs­frei­stel­lung — Verfahrensfreiheit

      - was braucht das Bau­amt wann, von wem?

      Ein Bau­an­trag ist ein­zu­rei­chen, sofern in Ihrem Bun­des­land für Ihren geplan­ten Win­ter­gar­ten oder die Ter­ras­sen­über­da­chung in der Lan­des­bau­ord­nung keine Ver­fah­rens­frei­heit fest­ge­legt ist. Das ist keine große Sache, wenn Sie sich vor­her beim Bau­amt erkun­di­gen, was in die­ser Phase wirk­lich von Ihnen erwar­tet wird: wel­che For­mu­lare, wel­che bau­tech­ni­schen Nach­weise, wel­che form­lo­sen Erklä­run­gen wann von wem vor­zu­le­gen sind. Viele Win­ter­gar­ten­bauer über­neh­men diese Vor­klä­rung auch oder ken­nen sich in ihrem Umfeld ohne­hin aus. Sie kön­nen natür­lich auch einen Archi­tek­ten ein­schal­ten, der diese Abläufe in Ihrem Ter­ri­to­rium kennt.

      Prin­zi­pi­ell sind Win­ter­gär­ten Anbau­ten oder Bau­werke im Sinne des Bau­rechts, also Bau­an­trag pflich­tig, in vie­len Bun­des­län­dern geneh­mi­gungs­pflich­tig, in eini­gen Bun­des­län­dern kann eine Geneh­mi­gungs­frei­stel­lung erfol­gen. Bis zu einer in der jewei­li­gen Lan­des­bau­ord­nung fest­ge­leg­ten Größe sind in eini­gen Bun­des­län­dern Win­ter­gär­ten und Ter­ras­sen­dä­cher verfahrensfrei.

      Wird der Win­ter­gar­ten zusam­men mit einem Neu­bau errich­tet, so wer­den die Win­ter­gar­tenPla­nung und der Bau­an­trag zusam­men mit dem Gesamt­ge­bäude ein­ge­reicht. An ers­ter Stelle bei der Frage einer Geneh­mi­gung steht der Be­bauungsplan mit sei­nen ein­zel­nen Vor­ga­ben. Bestand­teile die­ser kom­mu­na­len Bau­richt­li­nie sind der Plan selbst und der dazu­ge­hö­rige Textteil.

      Wird der Win­ter­gar­ten an ein beste­hen­des Gebäude ange­baut, dann wird sei­tens des Bau­her­ren häu­fig auf einen Archi­tek­ten ver­zich­tet. Kom­pe­tente, erfah­rene Win­ter­gar­ten Fach­fir­men, insbe­sondere die Mit­glie­der des Bun­des­ver­ban­des Win­ter­gar­ten, bie­ten die Aus­ar­bei­tung des Bau­an­trags und die Win­ter­gar­ten Pla­nung selbst an oder bezie­hen ent­spre­chende Koope­ra­ti­ons­part­ner ein.

      Der Bebau­ungs­plan gibt all­ge­mein Aus­kunft darü­ber, ob sich das Grund­stück, auf dem der Win­ter­gar­ten errich­tet wer­den soll, in einer Wohn­bau­flä­che, einer gewerb­li­chen Bau­flä­che oder in einem Misch­ge­biet befin­det. Die Kom­mu­nen haben hier das zuläs­sige Aus­maß der Bebau­ung fest­ge­setzt. Dies betrifft u. a. Anga­ben dar­über, in wel­chem Umfang die Grund­stücks­flä­che über­baut wer­den darf (Grund­flä­chen­zahl) oder wie hoch die Summe der Flä­chen aller Voll­ge­schosse (Geschoss­flä­chen­zahl) wer­den kann. Die Klä­rung die­ser Fra­gen muss bei der Win­ter­gar­ten Pla­nung in einer sehr frü­hen Phase erfolgen.

      Der Pla­ner eines Winter­gartens muss auf Bauflucht­li­nien, Mindest-Grenzabstände und Abstands­flä­chen ach­ten. Bauflucht­li­nien geben die genaue Posi­tio­nie­rung eines Gebäu­des vor, wäh­rend Mindest-Grenzab­stände nicht über­schrit­ten wer­den dür­fen. Zu beach­ten sind Flucht– und Ret­tungs­wege, die Zugäng­lich­keit von Ver– und Entsorgungsleitun­gen sowie das Nachbarschaftsrecht.

      Dem Bau­an­trag sind Lage­pläne, Skiz­zen des geplan­ten Win­ter­gar­tens und wei­tere Unter­la­gen (s. jewei­lige Lan­des­bau­ord­nung) bei­zu­le­gen. Bei Bau­an­trä­gen sind ein Stand­si­cher­heits­nach­weis (die sta­ti­sche Berech­nung des geplan­ten Bau­werks), der Wär­me­schutz­nach­weis und unter bestimm­ten Bedin­gun­gen Nach­weise zum Brand– und Schall­schutz vor­zu­le­gen. Diese bau­tech­ni­schen Nach­weise sind auf der Bau­stelle auf Ver­lan­gen der Bau­auf­sicht vor­zu­le­gen, wer­den aber bei geneh­mi­gungs­freien Vor­ha­ben vom Bau­amt nicht gene­rell geprüft. Wenn Geneh­mi­gungs­frei­heit bean­tragt wird, müs­sen diese Nach­weise des­halb in der Regel auch nicht vor­ge­legt wer­den. Stim­men Sie also mit der zustän­di­gen Bau­be­hörde ab, was diese wann haben will, um das Ver­fah­ren zügig durch­zu­füh­ren. Den Stand­si­cher­heits­nach­weis soll­ten Sie auf jeden Fall gut auf­be­wah­ren für even­tu­elle spä­tere Umbau­maß­nah­men, Repa­ra­tu­ren, Ver­kauf — bis zum Abriss (siehe auch Bau­vor­la­gen Ver­ord­nung des jewei­li­gen Bundeslandes).

      Wird der Glas­an­bau zusam­men mit einem Neu­bau geplant und gebaut, dann wird der zustän­dige Archi­tekt auch den Win­ter­gar­ten in sein Kon­zept ein­be­zie­hen und alle For­ma­li­tä­ten ein­schließ­lich Bau­an­trag erledi­gen. Vor­teil­haft ist aber auch hier, früh­zei­tig einen Spe­zia­lis­ten in die Win­ter­gar­ten­pla­nung und den Win­ter­gar­ten­bau einzubeziehen.

      Bau­recht ist Ländersache

      Das Bau­recht wird in Deutsch­land von den ein­zel­nen Bun­des­län­dern auf der Basis der Mus­ter­bau­ord­nung gere­gelt. Die Bun­des­län­der er­lassen Lan­des­bau­ord­nun­gen. Diese sind die recht­li­che Grund­lage für die Geneh­mi­gung eines Win­ter­gar­tens. Die Bestimmun­gen sind von Bun­des­land zu Bun­des­land unterschiedlich.

      Kei­nes­falls sollte man die­sen Schritt über­sprin­gen. Das kann teuer wer­den, wenn dann spä­tere Kor­rek­tu­ren erfor­der­lich wer­den oder die Bau­auf­sicht gar Rück­bau fordert.

      Auch Streit mit dem Lie­fe­ran­ten des Ter­ras­sen­da­ches oder Win­ter­gar­tens dar­über, wer diese Kor­rek­tu­ren dann bezahlt, wird vermieden.

      Einen Ver­trag über die Lie­fe­rung eines Win­ter­gar­tens oder Ter­ras­sen­daches sollte man erst dann abschlie­ßen, wenn diese Grund­fra­gen geklärt sind oder im Ver­trag fest­le­gen, dass die­ser vor­be­halt­lich der Zustim­mung des Bau­am­tes zum Bau gilt.

       

      Bau­an­trag — Bau­ge­neh­mi­gung — Geneh­mi­gungs­frei­stel­lung — Verfahrensfreiheit

      - was braucht das Bau­amt wann, von wem?

      Ein Bau­an­trag ist ein­zu­rei­chen, sofern in Ihrem Bun­des­land für Ihren geplan­ten Win­ter­gar­ten oder die Ter­ras­sen­über­da­chung in der Lan­des­bau­ord­nung keine Ver­fah­rens­frei­heit fest­ge­legt ist. Das ist keine große Sache, wenn Sie sich vor­her beim Bau­amt erkun­di­gen, was in die­ser Phase wirk­lich von Ihnen erwar­tet wird: wel­che For­mu­lare, wel­che bau­tech­ni­schen Nach­weise, wel­che form­lo­sen Erklä­run­gen wann von wem vor­zu­le­gen sind. Viele Win­ter­gar­ten­bauer über­neh­men diese Vor­klä­rung auch oder ken­nen sich in ihrem Umfeld ohne­hin aus. Sie kön­nen natür­lich auch einen Archi­tek­ten ein­schal­ten, der diese Abläufe in Ihrem Ter­ri­to­rium kennt.

      Prin­zi­pi­ell sind Win­ter­gär­ten Anbau­ten oder Bau­werke im Sinne des Bau­rechts, also Bau­an­trag pflich­tig, in vie­len Bun­des­län­dern geneh­mi­gungs­pflich­tig, in eini­gen Bun­des­län­dern kann eine Geneh­mi­gungs­frei­stel­lung erfol­gen. Bis zu einer in der jewei­li­gen Lan­des­bau­ord­nung fest­ge­leg­ten Größe sind in eini­gen Bun­des­län­dern Win­ter­gär­ten und Ter­ras­sen­dä­cher verfahrensfrei.

      Wird der Win­ter­gar­ten zusam­men mit einem Neu­bau errich­tet, so wer­den die Win­ter­gar­tenPla­nung und der Bau­an­trag zusam­men mit dem Gesamt­ge­bäude ein­ge­reicht. An ers­ter Stelle bei der Frage einer Geneh­mi­gung steht der Be­bauungsplan mit sei­nen ein­zel­nen Vor­ga­ben. Bestand­teile die­ser kom­mu­na­len Bau­richt­li­nie sind der Plan selbst und der dazu­ge­hö­rige Textteil.

      Wird der Win­ter­gar­ten an ein beste­hen­des Gebäude ange­baut, dann wird sei­tens des Bau­her­ren häu­fig auf einen Archi­tek­ten ver­zich­tet. Kom­pe­tente, erfah­rene Win­ter­gar­ten Fach­fir­men, insbe­sondere die Mit­glie­der des Bun­des­ver­ban­des Win­ter­gar­ten, bie­ten die Aus­ar­bei­tung des Bau­an­trags und die Win­ter­gar­ten Pla­nung selbst an oder bezie­hen ent­spre­chende Koope­ra­ti­ons­part­ner ein.

      Der Bebau­ungs­plan gibt all­ge­mein Aus­kunft darü­ber, ob sich das Grund­stück, auf dem der Win­ter­gar­ten errich­tet wer­den soll, in einer Wohn­bau­flä­che, einer gewerb­li­chen Bau­flä­che oder in einem Misch­ge­biet befin­det. Die Kom­mu­nen haben hier das zuläs­sige Aus­maß der Bebau­ung fest­ge­setzt. Dies betrifft u. a. Anga­ben dar­über, in wel­chem Umfang die Grund­stücks­flä­che über­baut wer­den darf (Grund­flä­chen­zahl) oder wie hoch die Summe der Flä­chen aller Voll­ge­schosse (Geschoss­flä­chen­zahl) wer­den kann. Die Klä­rung die­ser Fra­gen muss bei der Win­ter­gar­ten Pla­nung in einer sehr frü­hen Phase erfolgen.

      Der Pla­ner eines Winter­gartens muss auf Bauflucht­li­nien, Mindest-Grenzabstände und Abstands­flä­chen ach­ten. Bauflucht­li­nien geben die genaue Posi­tio­nie­rung eines Gebäu­des vor, wäh­rend Mindest-Grenzab­stände nicht über­schrit­ten wer­den dür­fen. Zu beach­ten sind Flucht– und Ret­tungs­wege, die Zugäng­lich­keit von Ver– und Entsorgungsleitun­gen sowie das Nachbarschaftsrecht.

      Dem Bau­an­trag sind Lage­pläne, Skiz­zen des geplan­ten Win­ter­gar­tens und wei­tere Unter­la­gen (s. jewei­lige Lan­des­bau­ord­nung) bei­zu­le­gen. Bei Bau­an­trä­gen sind ein Stand­si­cher­heits­nach­weis (die sta­ti­sche Berech­nung des geplan­ten Bau­werks), der Wär­me­schutz­nach­weis und unter bestimm­ten Bedin­gun­gen Nach­weise zum Brand– und Schall­schutz vor­zu­le­gen. Diese bau­tech­ni­schen Nach­weise sind auf der Bau­stelle auf Ver­lan­gen der Bau­auf­sicht vor­zu­le­gen, wer­den aber bei geneh­mi­gungs­freien Vor­ha­ben vom Bau­amt nicht gene­rell geprüft. Wenn Geneh­mi­gungs­frei­heit bean­tragt wird, müs­sen diese Nach­weise des­halb in der Regel auch nicht vor­ge­legt wer­den. Stim­men Sie also mit der zustän­di­gen Bau­be­hörde ab, was diese wann haben will, um das Ver­fah­ren zügig durch­zu­füh­ren. Den Stand­si­cher­heits­nach­weis soll­ten Sie auf jeden Fall gut auf­be­wah­ren für even­tu­elle spä­tere Umbau­maß­nah­men, Repa­ra­tu­ren, Ver­kauf — bis zum Abriss (siehe auch Bau­vor­la­gen Ver­ord­nung des jewei­li­gen Bundeslandes).

      Wird der Glas­an­bau zusam­men mit einem Neu­bau geplant und gebaut, dann wird der zustän­dige Archi­tekt auch den Win­ter­gar­ten in sein Kon­zept ein­be­zie­hen und alle For­ma­li­tä­ten ein­schließ­lich Bau­an­trag erledi­gen. Vor­teil­haft ist aber auch hier, früh­zei­tig einen Spe­zia­lis­ten in die Win­ter­gar­ten­pla­nung und den Win­ter­gar­ten­bau einzubeziehen.

      Bau­recht ist Ländersache

      Das Bau­recht wird in Deutsch­land von den ein­zel­nen Bun­des­län­dern auf der Basis der Mus­ter­bau­ord­nung gere­gelt. Die Bun­des­län­der er­lassen Lan­des­bau­ord­nun­gen. Diese sind die recht­li­che Grund­lage für die Geneh­mi­gung eines Win­ter­gar­tens. Die Bestimmun­gen sind von Bun­des­land zu Bun­des­land unterschiedlich.

      Kei­nes­falls sollte man die­sen Schritt über­sprin­gen. Das kann teuer wer­den, wenn dann spä­tere Kor­rek­tu­ren erfor­der­lich wer­den oder die Bau­auf­sicht gar Rück­bau fordert.

      Auch Streit mit dem Lie­fe­ran­ten des Ter­ras­sen­da­ches oder Win­ter­gar­tens dar­über, wer diese Kor­rek­tu­ren dann bezahlt, wird vermieden.

      Einen Ver­trag über die Lie­fe­rung eines Win­ter­gar­tens oder Ter­ras­sen­daches sollte man erst dann abschlie­ßen, wenn diese Grund­fra­gen geklärt sind oder im Ver­trag fest­le­gen, dass die­ser vor­be­halt­lich der Zustim­mung des Bau­am­tes zum Bau gilt.

       

      ge für die Behei­zung die­ses Win­ter­gar­tens kein neuer Wär­me­er­zeu­ger ein­ge­baut wird bzw. der 

      Bauantrag für Wintergarten und Terrassendach









        Bau­an­trag — Bau­ge­neh­mi­gung — Geneh­mi­gungs­frei­stel­lung — Verfahrensfreiheit

        - was braucht das Bau­amt wann, von wem?

        Ein Bau­an­trag ist ein­zu­rei­chen, sofern in Ihrem Bun­des­land für Ihren geplan­ten Win­ter­gar­ten oder die Ter­ras­sen­über­da­chung in der Lan­des­bau­ord­nung keine Ver­fah­rens­frei­heit fest­ge­legt ist. Das ist keine große Sache, wenn Sie sich vor­her beim Bau­amt erkun­di­gen, was in die­ser Phase wirk­lich von Ihnen erwar­tet wird: wel­che For­mu­lare, wel­che bau­tech­ni­schen Nach­weise, wel­che form­lo­sen Erklä­run­gen wann von wem vor­zu­le­gen sind. Viele Win­ter­gar­ten­bauer über­neh­men diese Vor­klä­rung auch oder ken­nen sich in ihrem Umfeld ohne­hin aus. Sie kön­nen natür­lich auch einen Archi­tek­ten ein­schal­ten, der diese Abläufe in Ihrem Ter­ri­to­rium kennt.

        Prin­zi­pi­ell sind Win­ter­gär­ten Anbau­ten oder Bau­werke im Sinne des Bau­rechts, also Bau­an­trag pflich­tig, in vie­len Bun­des­län­dern geneh­mi­gungs­pflich­tig, in eini­gen Bun­des­län­dern kann eine Geneh­mi­gungs­frei­stel­lung erfol­gen. Bis zu einer in der jewei­li­gen Lan­des­bau­ord­nung fest­ge­leg­ten Größe sind in eini­gen Bun­des­län­dern Win­ter­gär­ten und Ter­ras­sen­dä­cher verfahrensfrei.

        Wird der Win­ter­gar­ten zusam­men mit einem Neu­bau errich­tet, so wer­den die Win­ter­gar­tenPla­nung und der Bau­an­trag zusam­men mit dem Gesamt­ge­bäude ein­ge­reicht. An ers­ter Stelle bei der Frage einer Geneh­mi­gung steht der Be­bauungsplan mit sei­nen ein­zel­nen Vor­ga­ben. Bestand­teile die­ser kom­mu­na­len Bau­richt­li­nie sind der Plan selbst und der dazu­ge­hö­rige Textteil.

        Wird der Win­ter­gar­ten an ein beste­hen­des Gebäude ange­baut, dann wird sei­tens des Bau­her­ren häu­fig auf einen Archi­tek­ten ver­zich­tet. Kom­pe­tente, erfah­rene Win­ter­gar­ten Fach­fir­men, insbe­sondere die Mit­glie­der des Bun­des­ver­ban­des Win­ter­gar­ten, bie­ten die Aus­ar­bei­tung des Bau­an­trags und die Win­ter­gar­ten Pla­nung selbst an oder bezie­hen ent­spre­chende Koope­ra­ti­ons­part­ner ein.

        Der Bebau­ungs­plan gibt all­ge­mein Aus­kunft darü­ber, ob sich das Grund­stück, auf dem der Win­ter­gar­ten errich­tet wer­den soll, in einer Wohn­bau­flä­che, einer gewerb­li­chen Bau­flä­che oder in einem Misch­ge­biet befin­det. Die Kom­mu­nen haben hier das zuläs­sige Aus­maß der Bebau­ung fest­ge­setzt. Dies betrifft u. a. Anga­ben dar­über, in wel­chem Umfang die Grund­stücks­flä­che über­baut wer­den darf (Grund­flä­chen­zahl) oder wie hoch die Summe der Flä­chen aller Voll­ge­schosse (Geschoss­flä­chen­zahl) wer­den kann. Die Klä­rung die­ser Fra­gen muss bei der Win­ter­gar­ten Pla­nung in einer sehr frü­hen Phase erfolgen.

        Der Pla­ner eines Winter­gartens muss auf Bauflucht­li­nien, Mindest-Grenzabstände und Abstands­flä­chen ach­ten. Bauflucht­li­nien geben die genaue Posi­tio­nie­rung eines Gebäu­des vor, wäh­rend Mindest-Grenzab­stände nicht über­schrit­ten wer­den dür­fen. Zu beach­ten sind Flucht– und Ret­tungs­wege, die Zugäng­lich­keit von Ver– und Entsorgungsleitun­gen sowie das Nachbarschaftsrecht.

        Dem Bau­an­trag sind Lage­pläne, Skiz­zen des geplan­ten Win­ter­gar­tens und wei­tere Unter­la­gen (s. jewei­lige Lan­des­bau­ord­nung) bei­zu­le­gen. Bei Bau­an­trä­gen sind ein Stand­si­cher­heits­nach­weis (die sta­ti­sche Berech­nung des geplan­ten Bau­werks), der Wär­me­schutz­nach­weis und unter bestimm­ten Bedin­gun­gen Nach­weise zum Brand– und Schall­schutz vor­zu­le­gen. Diese bau­tech­ni­schen Nach­weise sind auf der Bau­stelle auf Ver­lan­gen der Bau­auf­sicht vor­zu­le­gen, wer­den aber bei geneh­mi­gungs­freien Vor­ha­ben vom Bau­amt nicht gene­rell geprüft. Wenn Geneh­mi­gungs­frei­heit bean­tragt wird, müs­sen diese Nach­weise des­halb in der Regel auch nicht vor­ge­legt wer­den. Stim­men Sie also mit der zustän­di­gen Bau­be­hörde ab, was diese wann haben will, um das Ver­fah­ren zügig durch­zu­füh­ren. Den Stand­si­cher­heits­nach­weis soll­ten Sie auf jeden Fall gut auf­be­wah­ren für even­tu­elle spä­tere Umbau­maß­nah­men, Repa­ra­tu­ren, Ver­kauf — bis zum Abriss (siehe auch Bau­vor­la­gen Ver­ord­nung des jewei­li­gen Bundeslandes).

        Wird der Glas­an­bau zusam­men mit einem Neu­bau geplant und gebaut, dann wird der zustän­dige Archi­tekt auch den Win­ter­gar­ten in sein Kon­zept ein­be­zie­hen und alle For­ma­li­tä­ten ein­schließ­lich Bau­an­trag erledi­gen. Vor­teil­haft ist aber auch hier, früh­zei­tig einen Spe­zia­lis­ten in die Win­ter­gar­ten­pla­nung und den Win­ter­gar­ten­bau einzubeziehen.

        Bau­recht ist Ländersache

        Das Bau­recht wird in Deutsch­land von den ein­zel­nen Bun­des­län­dern auf der Basis der Mus­ter­bau­ord­nung gere­gelt. Die Bun­des­län­der er­lassen Lan­des­bau­ord­nun­gen. Diese sind die recht­li­che Grund­lage für die Geneh­mi­gung eines Win­ter­gar­tens. Die Bestimmun­gen sind von Bun­des­land zu Bun­des­land unterschiedlich.

        Kei­nes­falls sollte man die­sen Schritt über­sprin­gen. Das kann teuer wer­den, wenn dann spä­tere Kor­rek­tu­ren erfor­der­lich wer­den oder die Bau­auf­sicht gar Rück­bau fordert.

        Auch Streit mit dem Lie­fe­ran­ten des Ter­ras­sen­da­ches oder Win­ter­gar­tens dar­über, wer diese Kor­rek­tu­ren dann bezahlt, wird vermieden.

        Einen Ver­trag über die Lie­fe­rung eines Win­ter­gar­tens oder Ter­ras­sen­daches sollte man erst dann abschlie­ßen, wenn diese Grund­fra­gen geklärt sind oder im Ver­trag fest­le­gen, dass die­ser vor­be­halt­lich der Zustim­mung des Bau­am­tes zum Bau gilt.

         










         Wär­me­er­zeu­ger ersetzt wird.

        „Gro­ßer“ Wintergarten

        Wenn der beheiz­bare Win­ter­gar­ten so groß wird, dass die vor­han­dene Heiz­an­lage nicht mehr aus­reicht und ein neuer Wär­me­er­zeu­ger (Heiz­kes­sel) instal­liert wer­den muss, dann muss der Win­ter­gar­ten die Neubau-Anforderungen erfül­len. Die Höchst­werte für den Wär­me­schutz die­ses Win­ter­gar­tens erge­ben sich dann aus den Anfor­de­run­gen für das neue Wohn­ge­bäude ein­schließ­lich Win­ter­gar­ten ins­ge­samt. Die Anfor­de­run­gen aus den all­ge­mein aner­kann­ten Regeln der Tech­nik, ins­be­son­dere die Pflicht zur Ein­hal­tung des Min­dest­wär­me­schut­zes nach DIN4108–2 wer­den davon nicht berührt.

        Der Nach­weis der Ein­hal­tung des Pri­mär­en­er­gie­be­darfs nach DIN EN 832, DIN EN 4108, DIN V 18599 wird gefor­dert, wenn der Win­ter­gar­ten  Bestand­teil der beheiz­ten Gebäu­de­hülle eines Neu­baus ist oder mehr als 50 m² Nutz­flä­che hat und eine Vergrößerung/Erneuerung des Wär­me­er­zeu­gers erfordert.

        Tabelle 1: Aus­zug der für den Win­ter­gar­ten­bau wich­tigs­ten Kenn­grö­ßen — zur Klä­rung von kon­kre­ten Detail­fra­gen ist der Ori­gi­nal­text der Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung 2014, Anlage 3 (Text­teil) her­an­zu­zie­hen. Die Bau­teil­be­zeich­nun­gen sind in die­ser Tabelle zur Ver­deut­li­chung für den Win­ter­gar­ten­bau ent­spre­chend dem Text zu Anlage 3 der EnEV 2014 ergänzt wor­den (in Klammern). 
        Die in der Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (Text Lese­fas­sung) gefor­der­ten U-Werte für Fas­sade und Glas­dach bezie­hen sich jeweils auf das gesamte Bau­teil (Ver­gla­sung, Rand­ver­bund, Pro­fil­kon­struk­tion, Pfos­ten, Rie­gel, Bau­teil­fu­gen). Diese Anfor­de­rung sind bei pro­fes­sio­nel­ler Pla­nung und sorg­fäl­ti­ger Aus­füh­rung nach dem heu­ti­gen Stand der Tech­nik auch zu erfüllen.
         
        Um bei den nicht, schwach oder nur gele­gent­lich beheiz­ten Win­ter­gär­ten Kon­den­sat­bil­dung und deren nach­tei­lige Wir­kun­gen gering zu hal­ten, soll­ten auch diese mit Iso­lier­ver­gla­sung, bei metal­li­schen Kon­struk­tio­nen mit ther­misch getrenn­ten Sys­tem­bau­tei­len aus­ge­führt werden.
         
        “Warme Kan­ten” (siehe auch Abschnitt Ver­gla­sung) soll­ten bei ganz­jäh­rig genutz­ten­Win­ter­gär­ten selbst­ver­ständ­lich sein, um über­mä­ßi­ges Kon­den­sat auch in den Rand­be­rei­chen der Ver­gla­sung zu ver­mei­den, ganz beson­ders bei Holzwintergärten.
         
        Für die Berech­nung des Heiz­en­er­gie­ver­brau­ches nach DIN 18559 muss auch die Abhän­gig­keit des U-Wertes der Iso­lier­ver­gla­sun­gen von der rea­len Dach­nei­gung) berück­sich­tigt wer­den (s.DIN EN 673). Die Anfor­de­run­gen an die Hei­zungs­an­lage (z.B. selbst­tä­tig wir­kende Ein­rich­tun­gen zur raum­wei­sen Rege­lung, ggf. Däm­mung von Wär­me­ver­tei­lungs­an­la­gen) sind in jedem Falle gemäß Abschnitt 4 der EnEV 2014 einzuhalten.
         

        Som­mer­li­cher Wärmeschutz

        (s.a. Son­nen­schutzLüf­tung) In der EnEV 2014 wer­den die Anfor­de­run­gen an den som­mer­li­chen Wär­me­schutz durch Ver­weis auf die DIN 4108–2 fest­ge­legt. Damit erhal­ten diese Abschnitte der DIN quasi Geset­zes­kraft, obwohl bei der Ein­füh­rung die­ser DIN als bau­tech­ni­sche Bestim­mung die­ser Teil gerade aus­ge­schlos­sen wurde. Eine etwas unüber­sicht­li­che Rechts­lage für den Anwender.
        Mit­un­ter deu­ten pri­vate Bau­her­ren die Aus­sage, dass ein Wohn-Wintergarten ein voll­wer­ti­ger Wohn­raum ist so, dass ein Wohn-Wintergarten sowohl im Som­mer als auch im Win­ter in allen Punk­ten wie ein „nor­ma­ler“ Wohn­raum zu nut­zen sei. Dabei igno­rie­ren sie seine beson­de­ren bau­phy­si­ka­li­schen Eigen­schaf­ten: Gerin­gen wär­me­spei­chern­den Mas­sen im Win­ter­gar­ten ste­hen zeit­wei­lig große solare Gewinne gegen­über. Will man seine her­aus­ra­gen­den Vor­züge (gro­ßes Licht­an­ge­bot, unmit­tel­ba­rere Sicht­ver­bin­dung zur umge­ben­den Natur …), die ihn für die meis­ten Nut­zer zum bevor­zug­ten Wohn­zim­mer wer­den las­sen, nicht auf­ge­ben, ist es allein durch Lüf­tung, Beschat­tung und Ein­satz von Son­nen­schutz­glas nicht mög­lich, die  Innen­tem­pe­ra­tu­ren dau­er­haft unter den Außen­tem­pe­ra­tu­ren zu halten.
        Die som­mer­li­che Auf­hei­zung kann allein durch opti­ma­len Ein­satz aller tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten der Ver­gla­sungLüf­tung und Son­nen­schutz sowie deren auto­ma­ti­scher Klima Steue­rungnur auf etwa 3 — 5 Grad über der Außen­tem­pe­ra­tur begrenzt wer­den. Des­halb ist es unbe­dingt erfor­der­lich, dass Bau­her­ren und Pla­ner bzw. Errich­ter von Win­ter­gär­ten den beab­sich­tig­ten Auf­wand für Son­nen­schutz, Lüf­tung und im Aus­nah­me­fall Kli­ma­ti­sie­rung bereits bei derPla­nung gemein­sam mit dem Bestel­ler kon­kret abwä­gen und Klar­heit über die Fol­gen der Ent­schei­dung schaf­fen. Die zwin­gende Ein­hal­tung einer fest­ge­leg­ten Maxi­mal­tem­pe­ra­tur, wie das z. B. bei Arbeits­stät­ten uner­läss­lich ist, ist bei geschlos­se­nen Glas­an­bau­ten allein durch kon­struk­tive Maß­nah­men nicht möglich.
        Bei pri­va­ten Win­ter­gär­ten ist man in der Regel nicht auf die Ver­füg­bar­keit die­ses Rau­mes als Auf­ent­halts­raum unter allen äuße­ren kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen ange­wie­sen. An beson­ders hei­ßen Tagen kann ein schat­ti­ges Plätz­chen im Freien die bes­sere Wahl sein, wie auch auf die Nut­zung des Win­ter­gar­tens bei extrem nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren oft ver­zich­tet wird, um Heiz­kos­ten zu sparen.
        Wenn die hin­zu­ge­kom­mene zusam­men­hän­gende Nutz­flä­che bei Ände­rung eines Bestands­ge­bäu­des, Erwei­te­rung oder Aus­bau 50 m² über­steigt, for­dert die EnEV 2014 den som­mer­li­chen Wär­me­schutz nach­wei­sen. Die Ein­zel­hei­ten die­ses Nach­wei­ses sind in der DIN 4108–2:2013–02, Ziff. 8 gere­gelt. In die­ser Norm ist keine ein­zu­hal­tende Maxi­mal­tem­pe­ra­tur fest­ge­legt, son­dern nur, dass die Bezugs­werte für die Sommer-Klima-Regionen (25, 26 oder 27 °C — je nach Som­mer­kli­ma­zone) bei Wohn­ge­bäu­den in der Jah­res­summe um maxi­mal 1200 Übertemperatur-Gradstunden über­schrit­ten wer­den dür­fen. Das ist aller­dings nicht sehr reich­lich bemes­sen. Im Mit­tel der letz­ten 10 Jahre wur­den in den ver­schie­de­nen Kli­mare­gio­nen vom Deut­schen Wet­ter­dienst bereits um 400–700 Über­tem­pe­ra­tur­grad­stun­den des Außen­kli­mas über die­sen Bezugs­tem­pe­ra­tu­ren gemes­sen. Damit ist ein enger Rah­men gesteckt, wenn man berück­sich­tigt, dass die Innen­tem­pe­ra­tu­ren im Glas­vor­bau ohne tech­ni­sche Küh­lung nicht unter den Außen­tem­pe­ra­tu­ren gehal­ten wer­den können.
        Ein (räum­lich getrenn­ter) Glas­vor­bau wird im Bereich der 1–2-Familienhäuser aus­drück­lich nicht als kri­ti­scher Raum her­an­ge­zo­gen. Den­noch emp­feh­len wir dar­auf zu ach­ten, dass die Auf­hei­zung des Win­ter­gar­tens bei hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren ent­spre­chend den Nut­zungs­zie­len des Bau­herrn durch bau­li­che Maß­nah­men (aus­rei­chende Lüf­tung, Son­nen­schutz­glas im Dach, außen­lie­gen­der tem­po­rä­rer Son­nen­schutz, wie Mar­ki­sen, Raffs­to­res, Roll­lä­den,…) ent­spre­chend den finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten opti­mal begrenzt wird und Klar­heit über Ein­schrän­kun­gen der Behag­lich­keit bei hohen Außen­tem­pe­ra­tu­ren bereits in der Pla­nungs­phase geschaf­fen wird. Selbst bei Nacht­küh­lung mit erhöh­ter Lüf­tung rei­chen die im Win­ter­gar­ten übli­cher­weise gerin­gen wär­me­spei­chern­den Mas­sen bei Wei­tem nicht aus, um im Hoch­som­mer die im Laufe des Tages  anfal­len­den sola­ren Gewinne zu kom­pen­sie­ren. In diese Über­le­gun­gen ist auch der an den Win­ter­gar­ten angren­zende Raum ein­zu­be­zie­hen. So ist z.B. eine aus­rei­chende Lüf­tung ein­zu­pla­nen, damit der angren­zende Raum, sofern er aus­schließ­lich über den Win­ter­gar­ten belüf­tet wer­den kann, aus­rei­chend mit Frisch­luft ver­sorgt wer­den kann.
        Wer­den bei Win­ter­gär­ten tech­ni­sche Anla­gen zur Küh­lung unter Auf­wen­dung von Ener­gie geplant, dann ist durch eine ther­mi­sche Gebäu­desi­mu­la­tion nach­zu­wei­sen, dass die bau­li­chen Maß­nah­men zum som­mer­li­chen Wär­me­schutz soweit ein­ge­setzt wur­den, wie sich die Inves­ti­tio­nen für diese bau­li­chen Maß­nah­men inner­halb deren übli­cher Nut­zungs­dauer durch die Ein­spa­rung von Ener­gie zur Küh­lung erwirt­schaf­ten las­sen (siehe auch EnEV 2014, Anlage 1, Zif­fer 3.1.2).
         

        EnEV 2016

        Die aktu­ell gül­tige Fas­sung der EnEv von 2014 hatte für den 1.1.2016 eine Ver­bes­se­rung
        des Wär­me­schut­zes um ca. 20 Pro­zent fest­ge­legt und damit eine wei­tere Etappe zur
        Errei­chung der Kli­ma­schutz­ziele eingeleitet.Das hat Kon­se­quen­zen auch für den Win­ter­gar­ten­bau an Neu­bau­ten. Vom Pla­ner des Gesamt­ge­bäu­des ist der beheizte/gekühlte Win­ter­gar­ten in der Ergie­bi­lanz des Gebäu­des ein­schließ­lich Win­ter­gar­ten zu berück­sich­ti­gen. Dar­aus erge­ben sich Anfor­de­run­gen an die Auf­ga­ben­stel­lung bezüg­lich der ther­mi­sche Qua­li­tät des Win­ter­gar­tens. Diese sind der Auf­ga­ben­stel­lung (Leis­tungs­ver­zeich­nis, Leis­tungs­be­schrei­bung) vom Pla­ner oder Auf­trag­ge­ber dem Win­ter­gar­ten­pla­ner vor­zu­ge­ben. Der Hand­werks­be­trieb, der den Win­ter­gar­ten errich­tet kann dann auf die­ser Grund­lage die ein­zu­set­zen­den Pro­file, Ver­gla­sung usw. pla­nen und sei­nem Ange­bot sowie dem Werk­ver­trag zu Grunde legen.
        Für den Anwen­dungs­be­reich der Anlage 3 der EnEV (Bauen im Bestand: kleine Anbau­ten, Erwei­te­run­gen, …) gel­ten wei­ter­hin die bereits seit 2014 gel­ten­den Anfor­de­run­gen ein­schließ­lich Tabelle 1 (siehe oben).

         

        EnEV 2017

        Eine nächste EnEV-Fassung soll zum 1. Januar 2017 in Kraft tre­ten, wie es das
        EnEG 2013 im § 2a (Neu­bau­ten als Nied­rigst­en­er­gie­ge­bäude) for­dert. Für pri­vate
        Gebäude soll die­ser Stan­dard ab 2021 und für öffent­li­che Gebäude ab 2019 gelten.

        Dar­aus erwach­sen beson­ders für den Win­ter­gar­ten­bau an Neu­bau­ten hohe Anfor­de­run­gen an die Pla­ner bei der vol­len tech­ni­schen und wirt­schaft­li­chen Nut­zung des­sen, was der Markt bereits bie­tet sowie bau­phy­si­ka­lisch wirk­same Innovationen.